Schön ist ein Zylinderhut (in Fortsetzung einer Idee von Wilhelm Busch)

(Über diese alte Klamotte bin ich neulich anhand eines Films von Ulrich Schamoni wieder gestolpert und hatte einfach Lust, sie ein bisschen weiterzudichten. Die ersten zehn sind von Busch, dann kommen meine)

Schön ist ein Zylinderhut, wenn man ihn besitzen tut.

Doch von ganz besond’rer Güte sind stets zwei Zylinderhüte.

Hat man der Zylinder drei, hat man einen mehr als zwei.

Vier Zylinder, das sind grad zwei Zylinder zum Quadrat.

Fünf Zylinder sind genau für drei Kinder, Mann und Frau.

Sechs Zylinder, das ist toll, machen das halbe Dutzend voll.

Sieben Zylinder sind genug für ‘nen kleinen Leichenzug.

Hat man der Zylinder acht, wird der Pfarrer auch bedacht.

Hat man der Zylinder neun, kriegt der Küster auch noch ein’.

Zehn Zylinder sind bequem für das Dezimalsystem.

Elf Zylinder, oh wie fein, das müssen Narrenkappen sein.

Zwölf Zylinder, oh wie schön, würden den Aposteln stehn.

Zylinder dreizehn an der Zahl, für Abergläubige ’ne Qual.

Hat man vierzehn dieser Dinger, sind das vier Stück mehr als Finger.

Kann man ihrer fünfzehn zählen, fällt es schwer, ein‘ auszuwählen.

Sechzehn Röhren von Format sind zuviel für’n Elferrat

Hat man eigentlich je gesehen Zylinder Stücker siebenzehn?

Achtzehn Hüte rund und schwarz sind nur selten für die Katz.

Hat man zehne gar plus neun, find man dat in Hamburch scheun.

Hat man der Zylinder zwanzig, kommt man damit bis nach Danzig.

Soll’ns gar einundzwanzig sein, dann lass Dir selbst was fallen ein.