Rückpfiff für Sibylle Berg

Als Kommentar zur Verleihung des Literatur-Nobelpreises an Bob Dylan war am 14. Oktober 2016 auf der Titelseite der „Rheinischen Post“ folgendes Zitat der „Schriftstellerin“ Sibylle Berg zu lesen: „Die Chancen für mich, den Nobelpreis in Physik zu bekommen, haben sich gerade dramatisch erhöht.“

Frau Berg verfügt offenbar nicht über hinreichend Bildung, um zu erkennen, dass Bob Dylan nicht nur ein Sänger ist, der seine Lieder selbst schreibt, sondern dass er vielmehr in allererster Linie ein hochkarätiger Dichter ist, der seine Verse singend zum Publikum bringt. Und damit steht er – und übrigens auch Leonard Cohen und Joni Mitchell – in einer langen literarischen Tradition, die in Nordwesteuropa bis ins Mittelalter und gesamteuropäisch bis in die Antike zurückreicht, und ohne die europäische Literatur kaum denkbar wäre.

Ich schlage deshalb vor, dass die Entscheidungsgremien des „Marburger Literaturpreises“, des „Wolfgang-Koeppen-Preises, der Auszeichnung der Stadt Zürich, der Auszeichnung der Zeitschrift „Theater heute“, des „Friedrich-Luft-Preises“, des „Hörspielpreises der Kriegsblinden“ und des „Else-Lasker-Schüler-Dramatikerpreises“ beschließen, Frau Sibylle Berg die ihr bereits verliehenen Ehrungen wieder abzuerkennen wegen eklatanten Mangels an literarischem Grundverständnis und wegen unerträglicher Gehässigkeit gegenüber einem verdienten Kollegen.

salat surreal

Mojo Porträt2013

„Ist das hier ein Blog-Haus?“, fragte der kleine Blog. „Vielleicht wird es eins“, antwortete der große Blog. „Auf jeden Fall ist es keine Bank und von daher gesehen relativ ungefährlich.“ „Das ist gut“, fand der kleine Blog. „Ich will nämlich keine Bank, sondern einen Platz unter einem Dach, an dem ich Gedanken und Bilder ausbreiten kann.“

„Aha, und was für Gedanken und Bilder sind das?“ „Praktisch von Apfel bis Zimt: von Bebop und Beatnik, Dada und Dylan,  von Eseln und Einsiedlern, Göttern und Gänsen, von Kunst und Krawall, von Liedern und Lachen, von Oden und Ölen, Prinzen und Pfeifen, von Schiffen und Stränden, vom Tanz um den Tand, von Wundern und Wüsten, Xanthippen und …“ „Da bin ich aber gespannt“, sagte der große Blog. „Ich glaube, das wird ein richtiger ‚Salat Surreal'“